Hilfe bei psychischen Belastungen

Mensch am Boden hockend; © Mitarart - Fotolia.com

Beschreibung der Leistung

Sozialpsychiatrischer Dienst
Das Angebot des interdisziplinär arbeitenden Sozialpsychiatrischen Dienstes richtet sich an Menschen mit psychischen Erkrankungen einschließlich Suchtproblemen und an Menschen mit einer geistigen oder Mehrfachbehinderung sowie an Angehörige, Partner, Freunde, Kollegen, Nachbarn und Bekannte der Betroffenen.

Zu den Kernaufgaben gehören:


Beratung und Betreuung

Der Sozialpsychiatrische Dienst bietet möglichst kurzfristig Beratungstermine an, die an der Dienststelle oder auch auf Wunsch im häuslichen Umfeld stattfinden. Im geschützten Rahmen können psychische Beeinträchtigungen, soziale Nöte und krankheitsbedingte Probleme und Fragen besprochen werden. Falls erforderlich, werden Betroffene in Behandlungen vermittelt und Hilfen können organisiert werden. Neben ein- oder mehrmaliger Beratung sind auch langfristige Begleitungen über Monate oder Jahre möglich, insbesondere für Menschen, die andere Hilfeangebote ablehnen und nicht in der Lage sind, sich verpflichtend an bestimmte Angebotsstrukturen zu halten.


Krisenintervention und im Notfall Unterbringung in ein psychiatrisches Krankenhaus

Menschen können einmalig, mehrmals oder im Rahmen lang andauernder psychischer Beeinträchtigungen in Krisen geraten. Eine psychische Krise kann auftreten als akute seelische Notlage bei außerordentlich schwerer Belastung oder als psychiatrischer Notfall bei akutem Krankheitsbild. Meist ist auch das Umfeld von der psychischen Krise mit betroffen.  

Der Sozialpsychiatrische Dienst bietet für Menschen in diesen Ausnahmesituationen einen multidisziplinär besetzten Kriseninterventionsdienst an, der in der Regel in das häusliche Umfeld fährt und klärt, welche Hilfen notwendig sind. Falls eine stationäre Behandlung in einem psychiatrischen Krankenhaus zwingend erforderlich ist, hat der Sozialpsychiatrische Dienst die Möglichkeit durch eine Ingewahrsamnahme zu veranlassen, dass die betroffene Person gegen ihren Willen in ein psychiatrisches Krankenhaus gebracht wird.
Der Kriseninterventionsdienst kann in der Regel kurzfristig zusammen mit einem ärztlichen Bereitschaftsdienst vor Ort eine akute Selbst- bzw. Fremdgefährdung klären.

Gesetzliche Grundlagen sind das Hessische Gesetz über Hilfen bei psychischen Krankheiten (Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz – PsychKHG) und das Hessische Sicherheits- und Ordnungsgesetz (HSOG).


Planung und Koordination von Einzelfallhilfen

Menschen mit schweren und chronisch verlaufenden psychischen Erkrankungen haben häufig einen komplexen Hilfebedarf. Oft sind die betroffenen Personen nicht in der Lage, den individuellen Hilfebedarf sachgerecht festzustellen und die erforderlichen Leistungen zu planen und zu koordinieren. Aufgrund seiner Unabhängigkeit, seiner fachlichen Kompetenz und seiner guten Kenntnis der Betreuungsmöglichkeiten bietet der Sozialpsychiatrische Dienst für die betroffenen Personen und dessen Angehörige entsprechende Hilfen an, um die bestmögliche Unterstützungsform zu finden.


Psychiatriekoordination und Netzwerkarbeit in der Region

Die regionale Planung und Koordination der Hilfen für psychisch kranke Menschen einschließlich suchtkranker Menschen sowie Menschen mit einer geistigen oder Mehrfachbehinderung obliegt dem Sozialpsychiatrischen Dienst. Hierbei muss eine wohnortnahe und bedarfsgerechte Versorgung gewährleistet werden. Dies kann nur durch eine enge Vernetzung der verschiedenen Leistungserbringer und Kostenträger gelingen. Im Vordergrund muss die Möglichkeit auf die gleichberechtigte Teilhabe der betroffenen Menschen am Leben in der Gemeinschaft stehen, unabhängig von Art und Umfang der Beeinträchtigungen. Der Sozialpsychiatrische Dienst organisiert und leitet Verbundgremien, erstellt Konzepte für die Planung und Steuerung des Versorgungssystems und beteiligt sich an der Erarbeitung von Qualitätskriterien.


Sozialmedizinische Begutachtung

Die Ärztinnen und Ärzte des Sozialpsychiatrischen Dienstes erstellen im Auftrag von Sozialhilfeträgern, Jobcenter, Gerichten und anderen Institutionen Gutachten. Anlass der Untersuchung sind u.a. Art und Schwere der Behinderung, Betreuungs- und Unterbringungsangelegenheiten, Arbeits-/ Erwerbsfähigkeit, Erziehungsfähigkeit, Hilfen im häuslichen Umfeld oder Hilfen zur Teilhabe. Die Begutachtung findet in den Räumen der Dienststelle, falls erforderlich auch im häuslichen Umfeld, statt.


Öffnungszeiten

Montag: 8:30 Uhr - 16:00 Uhr
Dienstag: 8:30 Uhr - 16:00 Uhr
Mittwoch: 8:30 Uhr - 16:00 Uhr
Donnerstag: 8:30 Uhr - 16:00 Uhr
Freitag: 8:30 Uhr - 12:30 Uhr

Kontakt

Institution: Sozialpsychiatrischer Dienst
Telefon: 0561 787-53 90
Telefax: 0561 787-885390
E-Mail: sopd.pskb@kassel.de
Anschrift: Kölnische Str. 54 a
34117 Kassel
ÖPNV: Fahrplanauskunft
Stadtplan: Lage im Stadtplan

Außerhalb der Öffnungszeiten

Ansprechpartner: Niedergelassene Ärzte / Fachärzte
Ansprechpartner: Arzt-Notrufzentrale
Telefon: 116 117

In gefährlichen oder potentiell gefährlichen Situationen

Ansprechpartner: Polizei
Telefon: 0561 910-0
Veröffentlicht am:   17. 07. 2018  


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