Ab Oktober an die Grippeschutzimpfung denken und einen Termin beim Arzt vereinbaren!


Pressemitteilung vom 29. September 2017

 Die Zusammensetzung der Influenzaimpfstoffe muss jedes Jahr an die aktuelle Situation angepasst werden, weil sich die Eigenschaften der zirkulierenden Influenzaviren verändern. Der diesjährige Influenzaimpfstoff setzt sich nach den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation aus drei bzw. vier Antigenkomponenten zusammen. Der neue Impfstoff für die Grippesaison 2017/2018 ist bereits verfügbar.

 In der letzten Grippesaison haben sich vor allem ältere Menschen angesteckt. Unter den Krankenhauspatienten mit schweren akuten Atemwegserkrankungen war die Altersgruppe der Personen über 60 Jahre höher als in den vergangenen Jahren.

 Zwei Fragen bewegen in jedem Jahr erneut die Gemüter: Wann ist der optimale Impfzeitraum und wer sollte sich impfen lassen?

 Der optimale Impfzeitraum ist im Oktober und November. Aber auch der Dezember ist ein guter Monat für die Impfung. Die Grippeschutzimpfung bietet keinen hundertprozentigen Schutz, dennoch ist sie unbedingt zu empfehlen, da eine Grippe bei Geimpften in der Regel harmloser als bei ungeimpften Menschen abläuft. Die durch die Grippe ausgelösten schwerwiegenden Komplikationen wie eine Infektion des Herzens oder eine Lungenentzündung spielen ganz besonders bei älteren Menschen über 60 und bei Personen mit einem Grundleiden oder chronischen Erkrankung eine wichtige Rolle. Diese Personengruppen sind besonders gefährdet eine Grippe zu bekommen und an schweren Komplikationen zu erkranken. Die Grippeimpfung wird allerdings auch Schwangeren und medizinischen und pflegerischen Personal empfohlen, um zu vermeiden, dass dieses Personal behandelnde oder betreute Personen ansteckt.

 Das Paul-Ehrlich-Institut als Bundesinstitut für Impfstoffe prüft die Impfstoffe bevor sie auf den Markt gebracht werden. Neben dem Impfstoff zur intramuskulären Injektion in den Oberarm gibt es in dieser Saison auch einen Impfstoff, der unter die Haut injiziert wird. Dieser wird bei Gerinnungsstörungen oder bei Menschen, die wegen ihrer Neigung zu Blutgerinnsel medikamentös behandelt werden, empfohlen. Zusätzlich gibt es einen speziellen Lebendimpfstoff per Nasenspray für Kinder und Jugendliche von 2 bis 17 Jahren, und einen Impfstoff für Personen über 65 Jahren mit einem Wirkverstärker. Es gibt einen tri- oder tetravalenten Impfstoff. Wir empfehlen einen tetravalenten Influenzaimpfstoff, der gegen alle kursierenden Hauptstämme des Influenzavirus schützt.

Veröffentlicht am:   13. 10. 2017  


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